Die Haustüren der Margarethenhöhe

Die Essener Margarethenhöhe ist seit dem ersten Bauabschnitt im Jahr 1911 eine Vorzeigesiedlung. Damals definierte die Margarethenhöhe eine neue Qualität des Wohnens für die einfache Bevölkerung, u.a. mit fließendem Wasser, einer Kanalisation sowie einem voll ausgestattetem Badezimmer inkl. Badewanne. Der Architekt der Siedlung, Georg Metzendorf, plante die Häuser bis in’s kleinste Detail, um die bis dato typische Monotonie der Arbeitersiedlungen zu vermeiden. Dazu gehörten u.a. auch die Haustüren, die sich immer wieder durch offensichtliche und weniger offensichtliche Details unterscheiden, so dass keine Tür einer anderen zu gleichen scheint. Trotzdem sind die Türen durch einheitliche Gestaltungselemente als zusammengehörige Einheit zu erkennen. Viele der damaligen Türen sind verloren und durch Repliken ersetzt, doch einige „echte“ Türblätter gibt es auch heute noch. Im Auftrag der Margarethe Krupp-Stiftung fotografierte ich einen Großteil der historischen Haustüren.